Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule Langenselbold treiben in Mailand Sport und knüpfen Freundschaften
„All you need is sport“ ist das Motto der Partnerschaft zwischen der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold und dem Mailänder Liceo Renato Donatelli. Verschiedene Aspekte rund um den Sport wurden im Vorfeld in verschiedenen bilingualen Kursen an beiden Schulen beleuchtet. Die richtige Ernährung wurde ebenso thematisiert wie effizientes Training und der Umgang mit Sportverletzungen. Die Arbeitsergebnisse wurden über die Internet-Plattform e-Twinning geteilt. Einen Höhepunkt der Partnerschaft bildete zweifelsohne der Besuch von 21 Schülern der KKS in Mailand. Diese ereignisreiche Woche endete am Dienstag, den 7. Juni. Es gab bestimmt vieles zu berichten, als sie am späten Nachmittag von ihren Eltern am Bahnhof in Hanau abgeholt wurden. Sieben Tage waren sie Gäste der Renato-Donatelli-Schule im Zentrum Mailands gewesen und wohnten bei italienischen Gasteltern. Der Kontakt zu den Austauschpartnern wurde bereits im Vorfeld hergestellt. Die sozialen Netzwerke wurden genutzt um sich besser kennenzulernen.
Die Begrüßung am Zentralbahnhof in Mailand war überwältigend. Die italienischen Schüler mit ihren Eltern und die Lehrer der gastgebenden Schule empfingen die Langenselbolder Delegation mit Sprechchören und einem riesigen Banner mit den Worten " Willkommen in Mailand ". Schnell fanden sich die Austauschpartner und verabschiedeten sich in Richtung der neuen Heimat für die kommende Woche. Die italienische Herzlichkeit führte auch dazu, dass es kaum Anlaufzeit benötigte, bis sich die Jugendlichen untereinander verständigten und auch außerhalb des offiziellen Programms verabredeten. Einige Schüler trafen sich etwa zum Fußballspielen im Parco Sempione.

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Ein Höhepunkt war für viele die Kajak-Tour auf dem Idroscalo-See am Rande Mailands. Dieser See ist extra für den Wassersport künstlich angelegt und erleichterte den Kajak-Neulingen durch fehlende Strömungen und Wellen den Einstieg in diesen Sport. Anstrengend war es trotzdem. Auch beim Klettern und Bouldern durften einigen Jugendlichen die Unterarme gebrannt haben, so motiviert gingen sie zu Werke.
Als Ausgleich zu den körperlichen Anstrengungen gab es reichlich Gelegenheit, die kulinarischen Köstlichkeiten Italiens zu genießen. Für das leibliche Wohl wurde bestens von Seiten der Gasteltern gesorgt. An die Essenszeiten, die warme Mahlzeit gab es oft gegen 21:00, wurde sich auch schnell gewöhnt. Typisch für die Mailänder Küche sind Panzerotti, eine Art Mini-Calzone zum mitnehmen.


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Zusätzlich zu dem praktischen Teil, wurde auch die Theorie bedient. Die Schülerinnen und Schüler absolvierten einen zertifizierten Erste-Hilfe-Kurs in englischer Sprache und durften ihr erworbenes Wissen an einer Puppe anwenden.
Stimmungsvoll wurde es am letzen Abend, als das große Abschiedsfest an der Renato-Donatelli Schule anstand. Verschiedene Bands aus Schülern und Lehrern sorgten für die musikalische Untermalung und sorgten für ausgelassene Stimmung. Im offiziellen Teil wurden die Geschenke überreicht und die italienische Schulleiterin bekräftigte den Wunsch beider Schulen nach einer dauerhaften Partnerschaft.
Bei der Verabschiedung am Bahnhof wurde die eine oder andere Träne verdrückt, jedoch war die Aussicht auf ein baldiges Treffen Trost für alle. Ein Wiedersehen wird es nämliche bereits im September geben, wenn die italienischen Schüler Gäste der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold sein werden.

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